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MUSIK FÜR ALLE

 / EDUCATION UND OUTREACH

Friederike Kienle ist eine engagierte Musikvermittlerin. Sie leitet Education- und Outreach-Projekte u.a. für die Stuttgarter Philharmoniker, die Opernfestspiele Heidenheim, das balance Forum für Musik e.V. International arbeitet sie für Opéra Montmartre Paris und die Hokkaido University of Education (Japan). Sie moderiert erfolgreich Konzerte, die sie selbst dirigiert und ist beliebte Gesprächspartnerin bei Radio-Sendungen wie z.B. Treffpunkt Klassik, SWR Abendkonzert oder die Fernsehsendung „Kunscht!“

PROJEKTE

BEETHOVENS 9. SINFONIE- EINE ZEITREISE DURCH VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT – GESPRÄCHSKONZERT FÜR 4 SÄNGER, 2 PIANISTEN UND DIRIGENTIN

Beethovens 9. Sinfonie ist ein Welthit. Jeder kennt die Sinfonie und die berühmte „Ode an die Freude“. Obwohl wir die Musik gut kennen, ist die Sinfonie in ihrem merkwürdigen Aufbau ein Rätsel.

 

Friederike Kienle erläutert in ihrem Vortrag das historische Umfeld Beethovens, sowie Aufbau und Botschaft der Sinfonie für ein breites Publikum unter Verwendung von live-Musikbeispielen- mit dem Ziel, dem Publikum einen tieferen Einblick in dieses faszinierende Meisterwerk Beethovens zu gewähren.

 

„…das bahnbrechend Neue an Beethovens Kompositionsstil im Chorfinale ist, dass er mitten im Konzertsaal, vor aller Augen bzw. Ohren komponiert. Er stellt den Hörer nicht vor das Ergebnis seines inneren Kompositionsprozesses, sondern er komponiert die Suche der gesamten Hörerschaft mit. Dadurch werden wir eins mit Beethoven. Wir suchen, wir leiden, wir kämpfen, wir fahren nach oben, wir stehen vor Gott. Beethoven hat etwas komponiert, das die Kraft besitzt, uns zu aktivieren. Nach dieser Fahrt sind wir in Ekstase: es gibt sie, die Freude! Das individuelle Erlebnis, was jeder Mensch hat, wenn er in das Fahrzeug der Sinfonie einsteigt, ist das Großartige, das die 9.Sinfonie zum Welterfolg gemacht hat.
Noch jetzt, nach fast 200 Jahren funktioniert es nach wie vor.“

KAMMERMUSIKALISCH VERDICHTET- BRUCKNERS 7. SINFONIE IN DER KAMMERFASSUNG

Friederike Kienle moderiert, dirigiert und analysiert das berühmte Meisterwerk Anton Bruckners und dessen Bearbeitung durch den Arnold-Schönberg-Kreis mit live-Klangbeispielen. Biografische, historische und kompositorische Aspekte werden dabei berücksichtigt und leicht verständlich dargestellt. Dem Publikum werden Augen und Ohren geöffnet für die musikalischen Highlights der Sinfonie. Im Anschluss wird das Werk ganz gespielt- ein doppelter Genuss!

 

60 Jahre alt musste Anton Bruckner werden, um endlich einen durchschlagenden Erfolg zu feiern – mit seiner 7. Sinfonie. Der Siegeszug des Werks kündigte sich schon bald nach der Uraufführung an, mit Aufführungen in allen musikalischen Zentren Europas. Es dauerte nicht lange, da fand die Sinfonie auch ihren Weg nach Übersee, und so wurde Bruckners Siebte weltweit zu einem der beliebtesten Werke der Orchesterliteratur.

 

Für den Verein für musikalische Privataufführungen, den Arnold Schönberg 1918 gründete, entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts etliche Bearbeitungen von Sinfonien Beethovens, Bruckners und Mahlers – Arrangements von hoher musikalischer Qualität, die eine klare, für den Schönberg-Kreis typische analytische Auffassung der Werke jenseits des romantischen Klangbildes transportieren. Schönberg ging es darum, die Essenz dieser üppig besetzten Werke in einem schlanken Klanggewand zu überprüfen. Eine Aufführung von Bruckners 7. Sinfonie war für das Konzert des Vereins für musikalische Privataufführungen am 18. Dezember 1921 vorgesehen und wurde für diesen Anlass von Schönbergs Schülern Hanns Eisler (Satz 1 und 3), Erwin Stein (Satz 2) und Karl Rankl (Satz 4) arrangiert. Noch bevor es zur Uraufführung kam, war dem Verein das Geld ausgegangen und er wurde aufgelöst.

BALANCE FORUM FÜR MUSIK e. V.

Friederike Kienle ist seit 2017 Dozentin von balance Forum für Musik e.V., eine private Musiklehrer-Vereinigung in Stuttgart. Sie leitet dort als Cellistin und Dirigentin zahlreiche Projekte, Workshops und Konzerte für Kinder und Jugendliche. Dabei arbeitet sie mit verschiedenen Institutionen wie Schulen, Orchestern, Jugendorchestern und Veranstaltern zusammen. Der Verein hat überregionale Netzwerke und ist sowohl pädagogisch als auch künstlerisch aktiv. Er ist u.a. Träger der Konzertreihe Berger Kirche, deren künstlerische Leiterin Friederike Kienle seit 2021 ist.

KARNEVAL DER TIERE

 Der ›Karneval der Tiere‹ ist ein Geschenk: voller unterschiedlicher Rhythmen, schöner Melodien – und voller Humor! Als ›große zoologische Fantasie‹ betitelt, entführt das Werk seine Zuhörerinnen und Zuhörer in eine kuriose Zwischenwelt: es sind die Tiere selbst, die hier den Karneval der Menschen nachfeiern. Für die Dauer der Aufführung übernehmen eigenwillige Tiergestalten die Bühne unserer Vorstellungskraft. So wird der tiefere Sinn des Karnevals, die Verwandlung unserer gemachten Grenzen, auf freud- und gemütvolle Weise gestreift.

 

In Timo Brunkes Textfassung von ›Der Karneval der Tiere‹ kommen die Tiere der Stuttgarter Wilhelma aus ihren Käfigen frei und spielen die menschliche Welt mit schalkhafter Inbrunst nach: Löwen, Kängurus, Wildesel und Schildkröten machen einander die Bühne frei – und die Musik verkörpert die Szenen auf plastisch-freilassende Weise.


Möglich, dass die vom Komponisten selbst erstellte Kammermusik-Fassung – bestehend aus Klavier vierhändig, zwei Geigen, Bratsche, Cello, Kontrabass, Klarinette, Flöte und Xylophon – besonders gut geeignet ist, die Ohren junger Hörerinnen und Hörer für die musikalischen Kostbarkeiten dieses Werks zu öffnen.


Darum geht das ›ensemble balance‹ mit dieser Produktion sowohl auf jüngere als auch ältere Kinder zu und lädt alle dazu ein, die Ohren zu spitzen, das eigene Lieblingstier in der Musik wiederzuentdecken oder zu warten, wie Komik durch Musik entsteht.

> Trailer: 

> The Swan: 

> Finale: 

ARTISTIC Director

Im September 2021 gründete Friederike Kienle mit ihren Kollegen*innen des balance Forum für Musik e.V. die Konzertreihe Berger Kirche. Die pittoreske, neugotische Kirche in Stuttgart-Berg wurde durch diese Initiative neu belebt und hat sich in kurzer Zeit zu einem Zentrum für Musik entwickelt. Im Fokus der Konzertreihe steht das ensemble balance, das dort einen künstlerischen Heimatort gefunden hat. Darüber hinaus sind Musiker*innen aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen zu Gast, die ohne künstlerische Einschränkungen und Kompromisse ihre Musik einem enthusiastischen Publikum zu Gehör bringen können. Mit kreativen Ideen wie der Young Stage, einem Auftrittsforum für junge Musiker*innen vor den Konzerten, und neuen Konzertformaten ist die Konzertreihe von einem innovativen Geist geprägt.

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